Schrebergarten – Der Traum des Münchners vom eigenen Garten

Gehört Ihr auch zu denjenigen, die das Stadtleben lieben, aber dennoch von einem eigenen, kleinen Garten träumen? Die jeden Sommer in liebevoller Kleinarbeit ca. zweieinhalb Tomaten in Küchenbalkontöpfen züchten? Wir haben uns umgehört, wie Ihr zu Eurem eigenen TomatenBEET kommt.

Wie kommt man an einen Schrebergarten?

Eigentlich ist alles ganz einfach. Alle 85 Schrebergarteanlagen in München gehören dem Kleingartenverband München e.V. Dieser hat klare Richtlinien, wie man zum Schrebergärtner wird. Schrebergärten sind heißbegehrt, die Wartelisten auf eine Parzelle sind lang. Das liegt zum einen an den lebenslänglichen Verträgen, die man erhält. Zum anderen an der unschlagbar günstigen Pacht!

Aussuchen

Zuerst sucht Ihr euch die passende Schrebergartensiedlung aus. Auf der Seite des Vereins findet Ihr alle Standorte, nach Stadtteilen geordnet. Es lohnt sich, sich mehrere Anlagen anzuschauen, die Näheste muss nicht unbedingt der Schönste sein (wenn z.B. die Autobahn dran vorbeibraust).

Anmelden

Anschließend meldet Ihr Euch zu den genannten Öffnungszeiten bei der Kleingartenanlage Eurer Wahl an (Achtung: man darf sich nur in einer Einzigen anmelden!) und lasst Euch auf die Warteliste setzen. Genauso wie bei der Suche eines Kindergartenplatzes macht es auch hier Sinn, immer mal wieder vorbei zu schauen und Eurer Anmeldung ein Gesicht zu geben. Familien mit Kindern, Alleinerziehende und Rentner werden im Auswahlprozess bevorzugt.

Einziehen

Hat man dann tatsächlich die Zusage eines Schrebergarten-Platzes ergattert, heißt es “Jubeln und Zuschlagen”. Sprich, man bekommt eine frei gewordene Parzelle zugeteilt, die vorhandenen Bauten auf dem angebotenen Grundstück müssen abgelöst werden. Und dann kann es direkt los gehen! Wichtig ist, dass Ihr Euren Garten stets gut in Stand haltet. Das ist Teil des Vertrages. In regelmäßigen Abständen seid ihr zudem mit allgemeinen Aufgaben für die Schrebergartensiedlung betraut.

Übernachtungen im Schrebergarten sind nicht erlaubt, Wohnen natürlich auch nicht, aber der echte Schrebergärtner verbringt jede freie Minute dort.

Dieser Artikel erschien in gekürzter Form im Himbeer Magazin Mai/Juni 2016.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Benjamin Hahn, der nicht nur ein passionierter Hobby-Gärtner, sondern auch ein hervorragender Schreiner im Glockenbachviertel ist: http://www.benjaminhahn.de/

 

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