Der Westpark – viel schöner als der Englische Garten

Kennt Ihr diese Wochenenden, wo das Wetter so herrlich ist, dass man einfach nur raus in die Natur will, es aber zeitlich nicht schafft? Kindergeburtstage, Abendeinladungen und der jährliche Besuch beim IKEA ließen uns vor kurzem wieder ein Wochenende zuhause verbringen. So haben wir unseren einzigen freien Nachmittag in der Stadt verbracht – und wollten etwas Neues sehen. Im Westpark waren wir noch nie – ein blöder Fehler!

Der Westpark – viel schöner als der Englische Garten

Der Westpark liegt, wie der Name ja schon sagt, im Münchner Westen, genauer genommen in Sendling. Da er extra für die Bundesgartenschau 1983 angelegt wurde, wartet er mit einer beispiellosen Flora und Fauna auf – ganz anders als andere Grünstreifen in der Stadt.

Es gibt einen Ost- und Westteil, die durch den mittleren Ring getrennt werden. Besonders beeindruckt hat uns der Japanische Garten, in dem passenderweise gerade Japanerinnen in traditionellen Gewändern fotografiert wurden. So dass wir uns kurzzeitig am Koikarpfenteich wie in Japan selbst fühlten. Eine thailändische „Sala“ mit einer Buddhastatue in der Mitte des Teiches hatte die Kleinen besonders beeindruckt. Gegenüber gibt es einen künstlichen Wasserfall in der Mitte des Sees, unter den man sich sicher gerne im Sommer stellen mag.
Im geschützten Bereich des Sees saßen, wir haben unseren Augen nicht getraut, Schildkröten auf Steinen und wärmten sich auf. Im öffentlich besser zugänglichen Bereich grillten die Münchner, was das Zeugs hält – auch schon im April!
Zwischendrin freuten wir uns immer wieder über die einsamen Schleichwege, die uns durch die besondere Vegetation des Parks führten. Mit insgesamt fünf Spielplätzen (vielleicht gibt es mehr, wir haben dann nicht mehr weitergezählt) wird der Spaziergang garantiert nicht langweilig.

Unser Geheimtipp – der Hippie-Biergarten „Gans am Wasser“

Wer München zu schnöselig und spießig findet, der sollte den Hippie-Biergarten „Gans am Wasser“ besuchen. So einen netten, individuellen Biergarten findet Ihr in ganz München nicht ein zweites Mal. Direkt am See gelegen (gans am Wasser 😉 empfängt Euch ein offenes Stadl mit Bücherregalen, einer Bar, Couches und aus Fundstücken zusammengebastelten Möbeln, wo man auch bei nicht ganz sonnigem Wetter wunderbar sitzen kann. Und oft der Live-Musik auch! Drum herum finden sich Sitzmöglichkeiten aller Couleur – halbe Badewannen als Barhocker, aus Holzdubletten zusammengebastelte Sessel, Plüschsessel, etc. Serviert werden superleckere Pommes, die vor Eurer Nase selbst gemacht werden und hausgemachte Limonade. Wirklich, ein Besuch lohnt sich!

Der Wasserspielplatz im Westpark

Wer immer noch nicht richtig begeistert ist, sollte auf jedem Fall den Wasserspielplatz im Westpark besuchen. Auch hier wagen wir wieder eine Superlative: Unseres Erachtens ist der Wasserspielplatz der größte und schönste von ganz München. Unsere Kinder sind eine Stunde lang die gigantische Rutsche im Herzen des großen Spielplatzes gerutscht. Bei uns war das Wasser leider noch nicht an – wir konnten uns aber sehr gut ausmalen, wie viele Plantsch-Möglichkeiten es entlang des langen kleinen Baches, der mit Steinen und Inseln unterbrochen ist, gibt. Immer so seicht, dass die Kinder gefahrlos darin herumtollen können. Ein kleiner Kiosk stillt den argen Durst, den man beim stundenlangen Spielen bekommt.

Neugierig geworden? Dann nichts wie hin! Jetzt blüht der Park sicher noch viel schöner als noch vor zwei Wochen, als wir da waren.

 

 

 

 

 

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