Der erste Klettersteig für größere Kinder – der Kofel im Oberammergau

Wann ist es eigentlich soweit, dass man den Kindern eine echte Bergtour, einen kleinen Klettersteig, gehen kann? Mit dem Thema beschäftigen wir uns jetzt mittlerweile seit Jahren. Und haben einiges ausprobiert (und auch wieder abgebrochen und auf später vertagt). Welche Bergtour mit Kletterpassagen in unseren Augen Kindern ab sechs Jahren Spass machen könnte und dabei Eure Nerven nicht überstrapaziert, möchten wir Euch heute vorstellen.

Der erste Klettersteig für größere Kinder – der Kofel im Oberammergau

Der Kofel ins Oberammergau ist für uns als Wochenend-Allgäuer praktisch ein Hausberg. Auf den ersten Blick, von der Bundesstraße zwischen Garmisch und Steingaden gesehen, als „steiler Zahn“ beeindruckend und kaum erklimmbar erscheinend, ist er doch ein sehr guter Berg, um Kinder, die zumindest im Schulalter sind, eine Einführung in das Thema „Klettern und Klettersteig“ zu geben. Warum? Nach ca. 400 moderat verlaufenden Höhenmetern erreicht Ihr den Einstieg eines Klettersteigs, der nach einem ersten „Respekt-Moment“ sich als relativ einfach erweist. An nötigen Stellen mit Stahlseilen ausgestattet, ist der kurze Aufstieg (kein Klettersteigset notwendig) von ca. 15 Minuten (mit einer erwachsenen Person im Rücken) für Kinder nicht nur ein Erlebnis, sondern ein echtes Highlight!

Anfahrt

Parken könnt Ihr am besten an in der Eugen- Papst- Straße in Oberammergau. Diese Straße besteht fast ausschließlich aus Wanderparkplätzen, die an schönen Tagen recht voll werden können (alternativ wäre die Jugendherberge Oberammergau eine Möglichkeit).

Wanderung

Vom Parkplatz aus wandert ihr in nördlicher Richtung über die Brücke und folgt der Beschilderung Richtung Kofel. Vorbei an wunderschönen Wiesen, stets mit dem Blick auf den Felsen, der von dieser Seite aus gesehen unerklimmbar erscheint. Nach der Alm geht es ca. eine halbe Stunde weiterhin die Forststraße entlang, bis Ihr – einem Schild Richtung Kofel folgen – auf einen echten Bergweg kommt. Aber Vorsicht, nach mehrmaligen Verlaufen solltet Ihr in den nächsten Minuten nach einem Wegweiser rechterhand Ausschau halten, der Euch rechts Richtung Kolbensattel und Pürschling führt. Geradeaus weiter würdet Ihr zwar an einem schönen Bach landen, aber dieser erweist sich als Sackgasse (wir haben es jetzt schon 3x mitgemacht). Der Aufstieg auf den Sattel ist serpentinenreich, aber spannend. Oben angekommen, erreicht Ihr die „Bushaltestelle“. Wenn Ihr den kleinen Unterstand seht, wisst Ihr, warum er so genannt wird. Hier ist ein guter Platz erreicht, um eine kleine Pause zu machen.
Von dort aus haltet Ihr Euch links und quert ca. 45 Minuten lang den Berg in der Ebene. Nachdem Ihr Euch kaum noch vorstellen könnt, dass Ihr jemals den Einstieg zum kleinen Klettersteig erreicht (zumindest ging es uns so), seid Ihr am Ziel.

Klettersteig

Vom Einstieg bis zum Gipfel sind es von hier aus keine 15 Minuten. Es ist Euch überlassen, ob Ihr es Euren Kindern und Euch zutraut. Ihr braucht keine Klettersteigausrüstung! Der Steig ist zu großen Teilen mit Stahlseilen befestigt, die jedoch nicht dafür konzipiert sind, dass man sich mit dem Klettersteigset einklinkt.

Wir sind mit unseren 6- und 8-jährigen Söhnen hinaufgeklettert und gegangen (Teile davon kann man gehen) und haben es als machbar und nicht schwierig empfunden. Aber da empfindet jeder anders.  Ihr solltet einfach auf Euer Bauchgefühl hören oder einen Erwachsenen vorgehen lassen, der danach eine eigene Schätzung geben kann.

Rückweg

Zurück geht es relativ unspektakulär in Serpentinen ca. 45 Minuten durch den Wald, der Wegweisung „Oberammergau 45 min“ folgend. In der Ebene bei einem großen Christus-Kreuz angekommen, haltet Ihr euch links und folgt der Ammer bis zurück zur Brücke, die Euch wieder in die Eugen-Papst-Straße bringt.

Einkehr im Eiscafé Paradiso

Zum Abschluß einer hoffentlich gelungenen Bergtour empfehlen wir Euch ein Eis im Eiscafé Paradiso. Schon vorab wurde es uns als DAS Eiscafé der Gegend empfohlen und wir waren auch selbst schwer überzeugt!

 

 

 

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